Archäologischer Fundplatz in Cusco

Sacsayhuamán

9.0/10

Die Ruine der Inkafestung Sacsayhuamán (Saksaywaman) ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit und liegt in unmittelbarer Umgebung der peruanischen Stadt Cuzco. Sie liegt etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Wahrscheinlich sollte diese Anlage den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Tatsächlich verschanzten sich während der spanischen Eroberung Hunderte von Kriegern hinter ihren Mauern. Die Anlage wurde dabei teilweise zerstört, später auch noch von Erdbeben heimgesucht, so dass heute nur noch etwa ein Drittel von ihr erhalten ist. Sacsayhuamán sollte aber auch repräsentativen Zwecken dienen und die Macht und Leistungsfähigkeit der Inka demonstrieren. Gegen eine Deutung als Verteidigungsanlage sprechen indessen Bauformen, die am ehesten auf Heiligtümer hinweisen, wie Nischenplätze, kreisförmige Arenen von etwa 100 m Durchmesser und ausgebaute Treppen in einzelstehenden Felsblöcken.

Der Name Sacsayhuamán stammt aus dem Quechua und ist im Laufe der Zeit verschiedentlich gedeutet worden, etwa als „zufriedener Falke“, wohl weil man von hier aus die ganze Stadt überblicken kann; oder auch als "gesprenkelter Kopf", da diese Stätte, aus der Luft gesehen, die Form eines Pumakopfes hat, wobei die Straßenzüge des alten Cusco dessen Körper bilden. Als Erbauer der Stätte gelten die Inka Pachacútec Yupanqui und Túpac Yupanqui. Während der 70-jährigen Bauzeit in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sollen 20.000 Indios daran gearbeitet haben.

Die wichtigste „Verteidigungslinie“ besteht aus drei zyklopischen, terrassenförmig übereinandergebauten Zickzackmauern. Sie sind 600 m lang. Die untere Mauer ist 9 m, die mittlere 10 m und die obere 5 m hoch. Zum Bau der Mauer wurden riesige Steine von den 20 km entfernten Steinbrüchen heran transportiert und dann bearbeitet, bis sie fugenlos aneinander passten. Der größte Stein ist 9 m hoch, 5 m breit, 4 m dick und wiegt über 200 Tonnen. Ungeklärt ist, wie die Inka die Steine transportiert haben, da sie weder Rad noch Rolle kannten. Für die Bearbeitung verwendeten sie spezielle Steinwerkzeuge, denen selbst harter Granit nicht standhielt.

Oben sind die Überreste von zwei viereckigen Türmen und einem runden Turm, dem Muya Marca, zu sehen. Sie sind durch unterirdische Gänge miteinander verbunden. Die Terrassen sind von Kanälen zur Wasserversorgung und zur Ableitung von Regenwasser durchzogen. Hinter den Wällen liegt ein großer Platz, auf dem auch heute noch jährlich am 24. Juni das Sonnenfest (Inti Raimi) gefeiert wird, das sogar der Präsident besucht.

Im hinteren Teil der Anlage befindet sich ein kreisrunder Platz, vertieft angelegt und gestützt durch einen mannshohen Mauerring. Daneben befinden sich ein kurzer schmaler Tunnel, der nur durch je eine Person passierbar ist, sowie verschiedene Mauerreste und eine natürliche „Rutschbahn“ im Felsen.

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Tipps & Hinweise
Anordnen nach:
Em
10. June 2013
At 3,701 m (12,142 ft) elevation -- the view from the top of the ruins are truly incredible. Huge stones carved by the Incans are mind blowing. Best to go on a winter solstice.
peru
27. March 2012
A 2 km. al noreste de la ciudad de Cusco (10 minutos en auto).Visitas: L-D y feriados 7:00 - 18:00. Más información: www.peru.travel
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Lage
Karte
Anschrift

Don Bosco 615, Cusco 08000, Peru

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Öffnungszeiten
Fri 9:00 AM–7:00 PM
Sat 11:00 AM–7:00 PM
Sun 9:00 AM–6:00 PM
Mon 9:00 AM–8:00 PM
Tue 11:00 AM–Noon
Wed 2:00 PM–6:00 PM
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