Museum in Cologne

Römisch-Germanisches Museum

6.9/10

Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln (RGM) ist das Amt für Archäologische Bodendenkmalpflege des Kölner Stadtgebietes und Archäologisches Museum und damit das Archiv des materiellen Erbes der Vorgeschichte sowie der römischen und fränkischen Epochen. Das RGM wurde 1990 erster Ausstellungsort der Landesausstellungen Archäologie in Nordrhein-Westfalen und ist auf Europäischer Ebene Mitglied des Museumsverbundes Europa Romana. Es betreut derzeit im Zuge des Baus der städtischen Nord-Süd Stadtbahn das größte Ausgrabungsfeld Europas. Als Forschungsstätte arbeitet das RGM unter anderem mit dem Archäologischen Institut, dem Institut für Altertumswissenschaft und den Forschungsstellen Dendrochronologie und Archäobotanik der Universität Köln zusammen, mit der Fachhochschule Köln in den Bereichen Restaurierung und Visualisierung.

Verbunden mit dem römischen Dionysosmosaik und der zum Rheinhafen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) führenden "Hafenstraße" ging das RGM 1946 aus der Römischen und Germanischen Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums hervor. Architektonisch ist das am 4. März 1974 eröffnete Museum als "Schaufenster in die Römerzeit" konzipiert. Die umlaufenden Säulenstellungen erinnern an das darunterliegende römische Peristylhaus mit dem durch den G8-Gipfel von 1999 weltweit bekannten Dionysosmosaik. Dieses Mosaik ist vom Roncalliplatz aus im Museumsuntergeschoß sichtbar. Im darüberliegenden Pobliciusgeschoß befinden sich Räume für Sonderausstellungen und Kongressveranstaltungen. Im Obergeschoss vermitteln chronologisch-thematisch gruppierte Bodenfunde die Entwicklung der unter Kaiser Augustus gegründeten "Stadt der Ubier" zum sakralen und wirtschaftlichen Zentrum der Provinz Niedergermanien. Davon zeugen Funde vom römischen Rheinhafen und hölzerne Brückenteile der Rheinbrücke des Kaisers Konstantin zum linksrheinischen Brückenkopf Divitia. Die römische Stadtmauer vergegenwärtigen der Abguss eines Rundturmes (als Sonderausstellungsraum eingerichtet) und die einst über dem nördlichen Stadttor eingemeisselte Inschrift CCAA. Die das Römische Reich verbindenden Fernstrassen macht ein fahrtüchtig rekonstruierter Reisewagen sinnfällig. ]] CCAA]] . Sie begrenzte den Straßenblock mit dem Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik]]

Das Museum als Wissensarchiv und Forschungszentrum des römischen Köln

Das Römisch-Germanische Museum geht zurück auf die Sammlung römischer Altertümer des Ferdinand Franz Wallraf, aus der die Römische Abteilung des 1861 neu eröffneten Wallraf-Richartz-Museum hervorging. Diese Abteilung erhielt vor dem Ersten Weltkrieg einen eigenen Leiter. Dieser übernahm seit 1923 die archäologischen Grabungen im Stadtgebiet und machte zunehmend Köln als römische Stadtgründung bewusst. Diesem Zweck diente auch 1946 die mit dem Dionysosmosaik im Dombunker verbundene Gründung des RGM. Dieses Museum wurde am 24. November 1961 im Dombunker eröffnet.

Leiter der Römischen Abteilung, seit 1935 Römisch und Germanische Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums:

  • Josef Poppelreuter 1914–1923
  • Fritz Fremersdorf 1923–1946

Direktoren des seit 1946 eigenständigen Römisch-Germanischen Museums:

  • Fritz Fremersdorf 1946–1959
  • Otto Doppelfeld 1959–1972
  • Hugo Borger 1972–1979 (zugleich Generaldirektor der Museen)
  • Hansgerd Hellenkemper 1980 bis heute.

Das Museum und die römische Stadtvilla mit dem Dionysosmosaik

Das unter Hugo Borger 1974 vollendete Museum orientiert sich am Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik an der zum Rhein führenden römischen Hafenstraße. Das um 220/230 n. Chr. gesetzte Mosaik wurde 1941 beim Bau des Luftschutzbunkers am Dom entdeckt und blieb mit diesem erhalten. Ein Einschnitt in die Bunkerdecke gibt den Blick auf das Dionysosmosaik frei.

Der preisgekrönte Museumsbau der Braunschweiger Architekten Heinz Röcke und Klaus Renner ging aus einem Wettbewerb hervor. Es vergegenwärtigt den einst von der Stadtvilla mit dem Dionysos-Mosaik im römischen Stadtquartier an der Hafenstraße eingenommenen Bereich: Wer auf der römischen Hafenstraße geht, geht auf dem Laufhorizont des Mosaiks. Zugleich wird das rechtwinklige Strassenschema der Römerstadt erfahrbar. Die Hafenstrasse mündete in die vom römischen Nordtor her als Cardo Maximus und heutige Hohe Straße die Stadt durchschneidende Fernstraße. An der jenseits des römischen Südtores nach Bonn weiterführenden Fernstraße stand der im Museum wiedererrichtete Grabbau des Legionärs Poblicius (um 40 n. Chr.). Damit vergegenwärtigt das RGM auch die antiken städtebaulichen Grundlagen des mittelalterlichen und neuzeitlichen Köln in der modernen Lebenswelt.

Im 1971 bezogenen Studiengebäude befinden sich die Fachbibliothek und die Studiensammlungen. Sie enthalten die über den Bestand der Dauerausstellung hinausgehenden Bodenfunde.

Der Museumsdienst unterstützt die Erschließung der Museumsgutes und der Ausstellungen für Schulen und Besuchergruppen. Die 1950 gegründete Archäologische Gesellschaft und die Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln fördern die Museumsarbeit. Den Museumsladen führt die Köselsche Buchhandlung.

Die Archäologische Schausammlung

Das moderne thematische Präsentationskonzept, die Außendenkmäler und das Schaufenster in die Römerzeit erregten 1974 internationales Aufsehen. Die museal übliche zeitliche-linearen Abfolge öffnen jetzt von allen Seiten zugängliche Themeninseln, zusammen mit den thematischen Multimediapräsentationen und der im Rundturm ausliegenden Asterix-Bibliothek und der "Römerillustrierten" eine in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts vielbeachtete neue Museumskonzeption. Die Gestaltung als themenorientierter freier Rundgang ist weiterhin bewahrt.

Im Dionysosgeschoss des Museums sind Gegenstände des häuslichen Alltagslebens und der Esskultur der römischen Stadt in thematischen Bereichen zusammengestellt, so ein Speisesaal und ein Küchenraum mit Geschirrregal.

Die Schausammlung im Obergeschoss zeigt die Siedlungsgeschichte des Kölner Raumes seit der Vorgeschichte durch Funde der Steinzeit (z. B. Kartsteinhöhle), der Bronze- und der Eisenzeit. Europäischen Rang haben die Funde der bandkeramischen Siedlung in Köln-Lindenthal.

Die Stadtgeschichte beginnt mit der Ansiedlung der vermutlich germanischen Ubier durch Marcus Vipsanius Agrippa. Das thematische Konzept vermittelt den Aufstieg der Stadt der Ubier mit ihrem zentralen Altar zur Hauptstadt der Provinz Germania Inferior und zum spätantiken Verwaltungssitz der Germania Secunda. Architekturteile von öffentlichen und privaten Gebäuden vermitteln den Eindruck der untergegangenen Bauten und des Stadtbildes.

Das öffentliche Leben bezeugen römische Inschriften von Gebäuden und Grabdenkmälern. Die Götterkulte überliefern Altäre, Votivstelen und Bildwerke aus Stein, Bronze und Ton. Bildnisse des Kaisers Augustus und seiner Ehefrau Livia wie auch Agrippina der Älteren, Ehefrau des Germanicus, vergegenwärtigen die Kaiserzeit des 1. Jahrhunderts. Das 1844 gefundene "Philosophenmosaik", Wandmalereien und die Rekonstruktion einer Kline spiegeln ein Triclinium und vermitteln den Reichtum und die Bildung in den Stadt- und Landhäusern.

Das Wirtschaftszentrum Köln wird am besten in der weltweit einzigartigen Qualität der Glasproduktion gegenwärtig: formgeblasenes Glas, Schlangenfadenglas, Schliffglas (darunter die Zirkusschale), der Konchylienbecher, der Muschelpokal, und Nuppengläser. Besonders hervorzuheben ist das dreifarbige Diatretglas. Ebenso groß ist die Vielfalt der importierten oder in Köln hergestellten Tongefäße und Tonlampen mit der Sammlung desHofrates Wollmann. Bildliche Darstellungen von Gladiatoren erinnern an die Tierhetzen im Römischen Reich. Auch der römische Schmuck wurde vorwiegend aus den römischen Nekropolen Kölns geborgen. Schmuck der Völkerwanderungszeit vergegenwärtigt die große Sammlung des Freiherrn Johannes von Diergardt.

Funde der Franken und Merowinger zeugen vom nachrömischen und christlich gewordenen Köln.

Das bedeutende Museum besitzt mit der Sammlung des Johannes Freiherrn von Diergardt, der einem rheinischen Adelsgeschlecht entstammt (Familiensitz Schloß Bornheim) die weltweit größte Privatsammlung völkerwanderungszeitlicher Kunst, die im Frühjahr 2009 unter dem Titel Europa brennt. Kunst der Völkerwanderungszeit erstmals umfassend mit einer Sonderausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Seine bedeutende Sammlung baute er mit wissenschaftlicher Beratung durch die Preußischen Museen in Berlin auf. Die antiken und frühmittelalterlichen Kleinkunstwerke reichen von den Skythen bis zu den Wikingern und vom Westen Europas bis in die Steppen Russlands. Mit der Sonderausstellung wird der 150. Geburtstag des Barons gewürdigt.

Die Archäologische Bodendenkmalpflege

Die Schausammlung des RGM ist auch das Schaufenster der Archäologischen Bodendenkmalpflege im Gebiet der Stadt Köln, die anstelle des Landschaftsverbandes Rheinland die Aufgaben der Bodendenkmalpflege bis auf die Archäologische Zone, die für diesen Bereich eigenständig diese Aufgabe wahrnimmt. Als archäologisches Fachamt gehört das RGM zum Verband der Landesarchäologen der Bundesrepublik Deutschland und zeigte die Landesausstellungen Archäologie in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 1990, 1995, 2000 und 2005.

Das das RGM führt das archäologische Ortsarchiv als topographische Dokumentation der Bodenfunde des Gebietes der Stadt Köln. Hierzu gehört auch der Archäologische Schichtenatlas. Zur Veranschaulichung des römischen Stadtkerns und von Einzelbauten entwickeln das Archäologische Institut der Universität zu Köln und die Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem RGM ein 3D-Modell des antiken Köln.

Die Ausgrabungen

Das derzeit europaweit wohl größte Ausgrabungsprojekt widmet sich der U-Bahn-Archäologie, bedingt durch den Bau der Nord-Süd Stadtbahn bis zum Jahre 2010/11. Neufunde werden in der Vitrine "Köln-aktuell" in der Pobliciushalle des RGM ausgestellt. Dort ist auch ein senkrechter Profilschnitt durch den römischen Rheinhafen (Kurt-Hackenberg-Platz) montiert. Das InfoCenter der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) in der Bechergasse stellt aktuelle Ausgrabungsfunde aus. Vortragsveranstaltungen der beteiligten Altertumswissenschaftler und Veröffentlichungen erschließen die Ausgrabungenwie Sonderausstellungen zu den U-Bahngrabungen.

Im Rahmen seiner Aufgaben betreut das RGM archäologische Schwerpunktbereiche der Stadt und unterstützt die Konservierung, Restaurierung, Dokumentation sowie museale Präsentation, so der Grabungszonen Groß St. Martin, St. Severin (Köln), Römerturm oder des Flottenkastells Alteburg im Stadtteil Marienburg als Standort der Römischen Marine. Die Ausgrabung der römischen Thermen hat die Kenntnis der öffentlichen Bauten und der römischen Wasserversorgung der CCAA erweitert. Mit der U-Bahngrabung verbunden ist die Freilegung des römischen Rheinhafens mit ihren einzigartigen römischen Holzfunden von Kaianlagen und Schiffen.

Das RGM als Forschungseinrichtung

Das RGM richtet - auch in Verbindung mit anderen Institutionen - Tagungen und internationale Kongresse aus. Die Ergebnisse werden im Rahmen von Sonderveröffentlichungen, Ausstellungskatalogen oder der wissenschaftlichen Publikationsreihen dokumentiert. Eine nach Themen geordnete Bibliographie erschließt das Museumsgut.

Die Sonderausstellungen des RGM

Das Römisch-Germanische Museum zeigt jährlich zwei bis vier Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen der Alten Welt. Zu den Ausstellungen erscheinen Kataloge bzw. Begleithefte.

Auswahl

  • Tutanchamun, 21. Juni – 19. Oktober 1980 im Kölnischen Stadtmuseum. Katalog: Tutanchamun in Köln (Mainz 1980).
  • Die Daker, 8. Juli – 15. September 1980. Katalog: Die Daker. Archäologie in Rumänien (Mainz 1980).
  • Der Schatz von San Marco, 1984. Katalog: Der Schatz von San Marco in Venedig, hrsg. von Hansgerd Hellenkemper (Mailand 1984). Dazu Begleitheft.
  • Nofret die Schöne: Die Frau im Alten Agypten, 1985.
  • Der Keltenfürst von Hochdorf, 31. Januar – 31. März 1986. Katalog: Der Keltenfürst von Hochdorf. Methoden und Ergebnisse der Landesarchäologie in Baden-Württemberg (Stuttgart 1985). Dazu Begleitheft.
  • Malerei der Etrusker in Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, 17. Januar – 5. August 1987. Katalog: Malerei der Etrusker in Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, hrsg. von H. Blanck und C. Weber-Lehmann (Mainz 1987). Dazu Begleitheft.
  • Kaisersaal, 23. April – 22. Juni 1986. Katalog: W. Eck, K. Fittschen, F. Naumann, Kaisersaal. Porträts aus den Kapitolinischen Museen in Rom (Rom 1986).
  • Glas der Caesaren, 16. April – 28. August 1988. Katalog: Glas der Caesaren, hrsg. von D. Harden, H. Hellenkemper, K. Painter, D. Whitehouse (Mailand 1988). Dazu auch englische und italienische Ausgabe zu den Ausstellungen im Corning Museum of Glass, im British Museum und in Rom. Dazu Begleitheft: Dia-Heft: F. Naumann-Steckner: Glas der Caesaren, Köln 1988.
  • Landesausstellung Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas 30. März – 8. Juli 1990. Katalog: Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas, hrsg. von H. Hellenkemper, H.G. Horn, H. Koschik, B.Trier (Mainz 1990).
  • Goldschmuck der römischen Frau 16. Juni – 3. Oktober 1993. Begleitheft: Goldschmuck der römischen Frau, Sonderheft des Kölner MuseumsBulletins 2/1993.
  • Landesausstellung Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen 18. März – 24. September 1995. Katalog: Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen, hrsg. von H. Hellenkemper, H.G. Horn, H. Koschik, B.Trier (Mainz 1995).
  • Tod am Rhein. Begräbnisse im frühen Köln, 23. Mai – 14. September 1997. Katalog: F. Naumann-Steckner, Tod am Rhein. Begräbnisse im frühen Köln (Köln 1997).
  • Die Neue Welt der Griechen, 21. März 1998 – 23. August 1998. Katalog: Die neue Welt der Griechen. Antike Kunst aus Unteritalien und Sizilien, hrsg. von H. Hellenkemper (Mailand 1998). Dazu Begleitheft.
  • Qumran, 14. November 1998 – 18. April 1999. Begleitheft H. Hellenkemper, Qumran. Die Schriftrollen vom Toten Meer, Köln 1999.
  • Landesausstellung Fundort Nordrhein-Westfalen. Millionen Jahre Geschichte, 17. März – 27. August 2000 Katalog: Fundort Nordrhein-Westfalen. Millionen Jahre Geschichte, , hrsg von H. G. Horn, H. Hellenkemper, G. Isenberg und H. Koschik, (Mainz 2000).
  • Die Pyramide. Haus für die Ewigkeit, 7. September 2001 – 3. Februar 2002. Katalog: C. Tietze, Die Pyramide. Geschichte- Entdeckung – Faszination (Weimar/Berlin 1999).
  • Ornamenta pretiosa, 22. November 2002 – 26. Februar 2003. Begleitheft: F. Naumann-Steckner, Ornamenta pretiosa (Köln 2003).
  • Landesausstellung Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein Westfalen, 13. März – 28. August 2005. Katalog: Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein Westfalen, hrsg. von H. G. Horn, H. Hellenkemper, G. Isenberg und J. Kunow, (Mainz 2000).
  • KunstVermögen, 18. September 2005 – 1. Januar 2006. Begleitheft: F. Naumann-Steckner, Kunstvermögen. Neues aus drei Jahrzehnten (Köln 2005).
  • Das Colosseum, 1. Juni – 3. September 2006. Begleitheft.
  • Kosmos der Zeichen, 22. Juni – 30. September 2007. Katalog: Kosmos der Zeichen. Schriftbild und Bildformel in Antike und Mittelalter, hrsg. von D. Boschung und H. Hellenkemper. Schriften des Lehr- und Forschungszentrums für die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes, Bd. 5 (Wiesbaden 2007).
  • Echnaton und Amarna. Leben im Diesseits, 31. Mai – 9. November 2008. Katalog: Ch. Tietze, Amarna. Lebensräume – Lebensbilder – Weltbilder (Potsdam 2008).

Publikationsreihen des RGM

Kölner Jahrbuch

  • Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte, seit Bd. 26, 1993 Kölner Jahrbuch. Herausgegeben vom Römisch-Germanischen Museum und der Archäologischen Gesellschaft Köln.
    • 2009 erschien der 40. Band (2007) im Gebr. Mann Verlag Berlin, ISBN 37-8-6125-929

Kölner Forschungen. Hrsg. H. Hellenkemper

  • Bd. 1 Otto Doppelfeld und Willy Weyres: Die Ausgrabungen im Dom zu Köln. 1980.
  • Bd. 2 Helmut Fussbroich: Die Ausgrabungen in St. Pantaleon zu Köln. 1983.
  • Bd. 3 Ulrich Friedhoff: Der römische Friedhof an der Jakobstraße zu Köln. 1991.
  • Bd. 4 Werner Eck und Hartmut Galsterer (Hrsg.): Die Stadt in Oberitalien und in den nordwestlichen Provinzen des Römischen Reiches. Deutsch-Italienisches Kolloquium. 1991.
  • Bd. 5, 1-3 Bernd Päffgen: Die Ausgrabungen in St. Severin zu Köln. 1992.
  • Bd. 6 Renate Thomas: Römische Wandmalerei in Köln. 1993.
  • Bd. 7 Rudolf Haensch: Capita provinciarum. Statthaltersitze und Provinzialverwaltung in der römischen Kaiserzeit. 1997.
  • Bd. 8 Constanze Höpken: Die römische Keramikproduktion in Köln. 2005.
  • Bd. 9 Ute Verstegen: Ausgrabungen und Bauforschungen in St. Gereon zu Köln. 2 Bde., 2006.

Schriftenreihe der Archäologischen Gesellschaft Köln

Diese Reihe der meist als Jahresgaben der Archäologischen Gesellschaft ausgegebenen Schriften und Sonderdrucke ist abgeschlossen.

  • Nr. 5: O. Doppelfeld: Das Diatretglas aus dem Gräberbezirk des römischen Gutshofs von Köln-Braunsfeld, 1960 = Sonderdruck aus KJb 5.
  • Nr. 6: O. Doppelfeld: Das Kölner Diatretglas und die anderen Netz-Diatrete, 1961 = Sonderdruck aus Zeitschrift Gymnasium 68, Heft 5.
  • Nr. 7: P. La Baume: Colonia Agrippinensis, 1961; auch: Colonia Agrippinensis. A brief survey of Cologne in roman times (transl. by B. Jones), 1962.
  • Nr. 8: O. Doppelfeld: Das Dionysos-Mosaik zu Köln, 1962 (4. Aufl. 1970).
  • Nr. 9: O. Doppelfeld: Das Inventar des fränkischen Knabengrabes, 1963, = Sonderdruck Kölner Domblatt, Jahrbuch des Zentral-Dombauvereins 21. und 22. Folge.
  • Nr. 10: O. Doppelfeld: Ein ottonischer Pokal aus Köln', 1964 = Sonderdruck aus Varia archaeologica, Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte, Bd. 16.
  • Nr. 11: O. Doppelfeld: Das fränkische Knabengrab unter dem Chor des Kölner Domes, 1964 = Sonderdruck aus Germania, Jahrgang 42, 1964, mit Anhang aus Kölner Domblatt 1961/62.
  • Nr. 12: Frühchristliches Köln, 1965.
  • Nr. 13: O. Doppelfeld: Römisches und fränkisches Glas in Köln, 1966.
  • Nr. 14: O. Doppelfeld - J. Bracker: Zwei Kaiserporträts aus Glas in Köln, 1967 = Sonderdruck aus KJb 8, 1965/66.
  • Nr. 15 W. Binsfeld: Aus dem römischen Köln. Historische Skizzen, 1968.
  • Nr. 16: Rom am Dom. Ausgrabungen des römisch-Germanischen Museums Köln, 1970.
  • Nr. 17: P. La Baume: Auffindung des Poblicius-Grabmonuments in Köln, 1971 = Sonderdruck aus Gymnasium 78, Heft 4.
  • Nr. 18: P. Noelke: Reiche Gräber von einem römischen Gutshof in Köln, 1984 = Germania 62, 1984, 373-423.
  • Nr. 19: G. Salies-Hellenkemper: Hofkunst in der Provinz? Zur Denkmälerüberlieferung aus der Zeit des Gallischen Sonderreiches, 1984 = Bonner Jahrb. 184, 1984.
  • Nr. 20 P. Bakdach: Die bandkeramische Siedlung von Köln-Mengenich, 1984 = Sonderdruck aus Bonner Jahrbücher 184.
  • Nr. 21: Ein Verwahrfund des 4. Jahrhunderts aus dem Königsforst bei Köln mit Beiträgen von W. Gaitzsch, A. Geißen, W. Meier-Arendt, B. Päffgen, G. Quarg, G. Schauerte und A. Steiner, 1984 = Sonderdruck aus Bonner Jahrbücher 184, 1984.
  • Nr. 22: W. Eck: Agrippina – Die Stadtgründerin Kölns. Eine Frau in der frühkaiserzeitlichen Politik, 1993.

Begleitbücher des RGM

Sonderveröffentlichung von fünf Begleitbüchern 1975 im Schuber; mehrfach wiederaufgelegte Einzelbände.

  • Walter Meier-Arendt: Die Steinzeit in Köln (1975)
  • Andreas Linfert: Römische Wandmalerei der nordwestlichen Provinzen (1975, 1979)
  • Inge Linfert-Reich: Römisches Alltagsleben in Köln (1975, 1976, 1977, 1979. 1983)
  • Günter Ristow: Religionen und ihre Denkmäler in Köln. Zur Religionsgeschichte des römischen Köln (1975, 1979)
  • Gundolf Precht: Das Grabmal des L. Poblicius (1975)

Sonderveröffentlichungen

  • Badeluxus im Zentrum des Römischen Köln. Dokumentation historischer Bodenfunde, Vorwort Hansgerd Hellenkemper, RGM und Köbl Kruse, Köln 2009.
  • Die Stadt unter der Stadt. Nord-Süd Stadtbahn Köln, Text W. Krischke, Hrsg. KVB, Köln 2009.

Digitale Informationssysteme

Das RGM ist mit verschiedenen Archäologischen Informationssystemen verbunden.

  • Die Inschriften Kölns sind durch Hartmut Galsterer erschlossen in der Römischen Inschriften Datenbank (R.I.D.24).
  • Funde des RGM aus Köln und dem Römischen Reich in der Bilddatenbank Arachne und im darauf aufsetzenden Prometheus-Bildarchiv.
  • Der Digitale Archäologische Schichtenatlas Köln ist ein Informationssystem der Bodendenkmalpflege des RGM.
  • Colonia3D ist ein Geländemodell zur digitalen Rekonstruktion des antiken Köln.

Besondere Ereignisse

G8-Gipfel

Köln war im Jahr 1999 Ort des G8-Gipfels. Damals fand auf dem mit einer Schutzabdeckung versehenen Dionysosmosaik ein Bankett der beteiligten Staatschefs statt.

Schäden durch den Orkan Kyrill

Beim Orkan Kyrill in der Nacht vom 18. zum 19. Januar 2007 riss sich die Holzabdeckung des Brunnens auf der Domplatte los. Die Balken schleuderten, von einer Bö erfasst, quer über den Roncalliplatz in die Panoramascheiben des Museums, durchschlugen die Glasfront und beschädigte das Dionysosmosaik. Die Restaurierung erfolgte durch die Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Konservierung und Restaurierung unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Merzenich und Prof. Dr. Sebastian Strobl in Zusammenarbeit mit dem Instituto Superiore per il Restauro (Ministero per i Beni e le Attività Culturali) in Rom. Dieses Institut hatte bereits Ende der 50er Jahre die Sanierung und Hebung des Dionyosmosaiks vorgenommen..

Siehe auch

  • Die Hafenstraße. Unmittelbar neben dem Museum ist ein Teil der ehemaligen römischen Straße zum Rheinhafen zu sehen.
  • Das Nordtor der römischen Stadtmauer. Die verbliebenen Architekturteile sind vor dem Domportal wiedererrichtet.
  • Das InfoCenter der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) am Altermarkt zeigt Funde der Kölner U-Bahn-Archäologie (siehe oben).
  • Das "Römische Foyer der Kreissparkasse Köln" (Eingangsbereich Wolfstrasse) zeigt Römischen Beton aus Köln; der Eingangsbereich Gertrudenstrasse beherbergt eine geldgeschichtliche Sammlung, darunter Römisches Münzgeld.
  • Das Praetorium unter dem Spanischen Bau des Kölner Rathauses (inklusive Zugang zu einem römischen Abwasserkanal), beide Teil der geplanten "Archäologische Zone".
  • Die Mikwe vor dem Kölner Rathaus.
  • Die Grabkammer in Köln-Weiden.
  • Abgüsse aus der Grabkammer in Köln-Weiden im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes des RGM.
  • Archäologie
  • Provinzialrömische Archäologie

Literatur

  • Peter Noelke (Hrsg.): Kölner Museumsführer. Köln 1987, S. 90ff., ISBN 3-87909-154-4
  • Gerta Wolff: Das Römisch-Germanische Köln - Führer zu Museum und Stadt, J. P. Bachem Verlag Köln, 6. völlig neu überarbeitete Auflage 2004, 312 S. mit 344 sw- u. farb. Abb., ISBN 3-7616-1370-9, 1. Auflage 1981, 2. Aufl. 1984, 3., überarbeitete Aufl. 1989, 4., überarbeitete Aufl. 1993; 5., erweiterte und völlig neu bearbeitete Aufl.
  • Gerta Wolff: The Roman-Germanic Cologne. A Guide to the Roman-Germanic Museum and City of Cologne. J. P. Bachem Verlag Köln, 1. Aufl 2002, ISBN 3-7616-1371-7
  • Bernhard Irmler: Colonia Claudia Ara Agripinensium. Architektur und Stadtentwicklung. Dissertation TU München 26. April 2005
  • Friederike Naumann-Steckner, Beate Schneider und Edeltraud Wickum-Höver:Römisch-Germanisches Museum Köln, Nicolai-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-89479-313-5.

Weblinks

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Tipps & Hinweise
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Andrew Palmer
21. October 2013
Try the VR display in the basement, next to the mosaic. It shows Roman and modern Cologne from the same perspective. Staff were very keen to explain how it worked, even to an English speaker.
Krid63
17. September 2013
Das römische Mosaik,das man auch von außen sehen kann, ist dort nicht vom Museum hingelegt worden..es war zuerst da!
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Roncalliplatz 2, 50667 Köln, Deutschland

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