Sacred mountains in Pa-ka

Kailash

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Der Kailash (offizielle Bezeichnung: Kangrinboqê) ist ein 6714 Meter hoher Berg im Gangdisê Shan, dem westlichen Teil der Gebirgszüge des Transhimalaya in Tibet. Seine Spitze hat eine außergewöhnlich symmetrische Form und gleicht einer Pyramide, die ganzjährig mit Schnee bedeckt ist. In seinem Gebiet entspringen vier große Flüsse des südasiatischen Raums, im Norden der Indus, im Osten der Yarlung Zangbo (Brahmaputra), im Westen der Satluj und der Karnali im Süden.

Besteigungen

Der Berg ist aus Rücksicht auf seine religiöse Bedeutung bisher unbestiegen. „Kein Ort ist wundervoller als dieser“, hat der Yogi Milarepa (1052–1135) gesagt, der der Überlieferung nach als der einzige bisherige Besteiger des Berges gilt, an dessen Fuß er lange Zeit in völliger Abgeschiedenheit lebte. Die erste Genehmigung zur Besteigung wurde zwar 1985 Reinhold Messner erteilt, der eine Genehmigung für das umgebende Gebiet beantragte. Dieser verzichtete aber auf die Ausführung. Seitdem wurde keine weitere Erlaubnis erteilt, auch nicht im Jahr 2001, als der spanische Bergsteiger Jesús Martinez Novas seine geplante Expedition als „politische Demonstration gegen Umweltzerstörung und für größeres, globales Bewusstsein“ deklarierte. Dies führte jedoch zu weltweiten Protesten verschiedener Religionsgruppen, die, unterstützt von berühmten Bergsteigern, eine Besteigung des Kailashs ablehnen.

Religiöse Bedeutung

Шаблон:Tibetischer chinesischer Begriff Durch die besondere Form und Lage zählt er im Tibetischen Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und Bön – somit für eine große Anzahl von Menschen – zu den bedeutendsten spirituellen Orten und gilt als heiligster Berg. Eine Umrundung des Berges (tibetisch Kora oder Sanskrit: Parikrama) auf einem ca. 53 km langen Weg, der bis in eine Höhe von ca. 5700 Meter über den Dölma La (tib. „Pass der (Göttin) Tara“) führt, ist die wichtigste Pilgerreise für Anhänger dieser Religionen. Die Richtung der Umrundung erfolgt dabei in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit des Pilgers. Buddhisten, Hindus und Jainas im Uhrzeigersinn, Anhänger des Bön gegen den Uhrzeigersinn. Nach der 13. Umrundung des Kailashs bekommt der Pilger Zutritt zur inneren Kora. Vorgebliches Ziel jedes Buddhisten sei es, den Kailash 108-mal zu umrunden. Wer dieses schafft, der erlangt nach buddhistischer Lehre die unmittelbare Erleuchtung. Der tibetische Kalender sieht zudem vor, dass in bestimmten Zeiträumen Umrundungen einen anderen Stellenwert haben, so zählt beispielsweise im Jahr des Pferdes jede Runde sechsfach.

Buddhismus

Der durch die besondere Form im tibetischen Buddhismus auch „Großes Schneejuwel“ (gangs rin po che) genannte Berg wird zuweilen auch als Zentrum eines Welt-Mandalas gesehen. Hierbei symbolisiert er den mythischen Weltenberg Meru, der gemäß hinduistischer und buddhistischer Kosmologie das Zentrum des Universums bildet. und Ganesha sowie Kartikeya, umgeben von den Devas]]

Hinduismus

Wie bei den tibetischen Buddhisten gilt der Berg als die Manifestation des Berges Meru. Weiterhin wird der Berg als einer der Wohnsitze des Gottes Shiva angesehen.

Jainismus

Die Jainas nennen den Berg Astapada (Achtfüßler, Spinne). Alle Orte, an denen wichtige religiöse Propheten (Tirthankara) der Jainas zur Welt kamen oder diese verließen, werden als Tirthas, heilige Orte, verehrt und gelten als Wallfahrtsorte. Da gleich zwei ihrer wichtigsten Religionsstifter ihre Erlösung auf dem Berg erlangten, ist der Astapada ein wichtiger Pilgerort. Der erste Tirthankara Rishambha erlangte am Ende seines Lebens auf dem Berg nach sechseinhalbtägigem Fasten die Erleuchtung. Einer seiner Söhne, Bharata, erlangte ebenfalls auf dem Berg die Erlösung.

Pilger erhalten durch die asketische Umrundung des Berges großen spirituellen Lohn.

Bön

In der Bön-Religion steht der Yundrung Gutseg genannte Berg für das spirituelle Zentrum des alten Bön-Reiches Zhang-Zhung.

Berglegende

Am Kailash kam es der Sage nach um 1100 n. Chr. zu einem Wettkampf zwischen Milarepa und seinem Bön-Kontrahenten Naro Bönchung. Der Ausgang des Rennens zum Gipfel wurde zu Gunsten Milarepas entschieden. Damit siegte der Buddhismus über die Bön.

Laut Legende überholte Milarepa seinen Widersacher auf einem Sonnenstrahl sitzend und erreichte somit den Gipfel des Kailash als Erster. Der auf seiner Trommel reitende Naro Bönchung erschrak so sehr, dass er die Trommel fallen ließ. Beim Absturz schlug die Trommel eine tiefe senkrechte Kerbe in den Berg. Diese signifikante Spalte kann man auch heute noch an der Südseite des Berges betrachten. Naro Bönchung wurde zum Trost der Gurla Mandhata zugewiesen .

Auch um die Quernarben an der Nordwand des Berges rankt sich eine Sage. Diese Striemen entstanden durch Seile, welche böse Dämonen verwendeten, um den Kailash nach Sri Lanka zu tragen. Buddha persönlich verhinderte dieses Vorhaben. Deshalb befinden sich der Legende nach auf dem Pilgerweg noch jede Menge Fußabdrücke Buddhas.

Tourismus

Neben den traditionellen Pilgerfahrten, vor allem der Tibeter, zum heiligen Berg Kailash nimmt nach der touristischen Öffnung Chinas der Trekkingtourismus von internationalen Reiseveranstaltern immer mehr zu. Dies veranlasste die chinesische Regierung 2003 dazu, eine Piste um den Berg entlang des 53 km langen Pilgerweges zu planen und mit Vorarbeiten zu beginnen. Aufgrund der internationalen Proteste wurde das Projekt 2004 gestoppt. Bisher gibt es nur im Süden und Südwesten des Bergmassivs Pisten, die die An- und Abreise der Pilger erleichtern.

Die zunehmende Zahl von Touristen wirkt sich inzwischen auch auf die Umwelt – insbesondere im Dorf Darchen – negativ aus, das als Start- und Zielpunkt der Parikrama fungiert. 2002 wurde mit ca. 200.000 Pilgern ein vorläufiger Höhepunkt erreicht. Zusätzlich wurden in den Unterkunftsstätten in Darchen ca. 9000 Touristen registriert. Für die Parikrama sollen die Touristen eine Umweltabgabe von 50 Yuan im „Holy Mountain Ticket Office“ in Barga bezahlen.

Literatur

  • Simon Allix und Benoit de Vilmorin: Mandala Mountain. Eine Reise zum Kailash. Frederking & Thaler, München 2004, ISBN 3-89405-637-1
  • Bruno Baumann: Kailash. Tibets heiliger Berg. Piper Verlag, München/Zürich 2006 (Broschierte Ausgabe), ISBN 3-492-24693-1
  • Franz Binder: Kailash. Reise zum Berg der Götter. DTV, München 2002, ISBN 3-423-24343-0
  • Katrin Burri: Umweltschutz in der Kailashregion, Präfektur Ngari, Westtibet; Eine Situationsanalyse, März 2005 PDF
  • Helmut Burisch, Hans-Peter Stauber, Kailash, Christian Brandstätter, Wien 2001, ISBN 3-854-98115-5
  • Lama Anagarika Govinda: Der Weg der weißen Wolke. O. W. Barth bei Scherz, Bern/München/Wien 2005, ISBN 3-502-61060-6
  • Шаблон:Literatur
  • Шаблон:Literatur
  • Arnold Heim, Augusto Gansser: Thron der Götter. Morgarten, Zürich/Leipzig 1938
  • Swami Pranavananda: Kailas-Manasarovar. League, Kalkutta 1949
  • Herbert Tichy: Zum heiligsten Berg der Welt: auf Landstraßen und Pilgerpfaden in Afghanistan, Indien und Tibet. Ed. Sonnenaufgang, Wien 2007, ISBN 3-9501591-2-6
  • Heidrun Schmitz, Dieter Glogowski: Kailash: Im Innern des Mandala, Bruckmann, München 2005, ISBN 3-7654-4370-0

Medien

  • Reinhold Messner, Michael Albus: Wohnungen der Götter - Eine Reise zum heiligen Berg Kailash. Film von 1997 (ZDF/Phoenix))

Weblinks

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16.2 km von Unnamed Road, Pulan Xian, Ali Diqu, Xizang Zizhiqu, China

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