Berg in Oberrathen

Bastei (Fels)

8 313 Leute sind hier gewesen
8.9/10

Die Bastei (Шаблон:Höhe) ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz auf dem rechten Ufer der Elbe zwischen dem Kurort Rathen und Stadt Wehlen. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. Sie bietet eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge. Auf der Hochfläche hinter der Bastei befindet sich ein Hotel mit Restaurant.

Geschichte

Schon der Name Bastei zeigt die frühere Einbindung der steil aufragenden Felsen in den Verteidigungsring der Felsenburg Neurathen an. 1592 wird der Fels erstmals durch Matthias Oeder im Zuge der Ersten Kursächsische Landesaufnahme als Pastey erwähnt. Im Zuge der Entdeckung und touristischen Erschließung der Sächsischen Schweiz entwickelte sich der Basteifelsen zu einem der ersten Ausflugsziele. In der Reiseliteratur wird der Aussichtspunkt erstmals 1798 in einer Veröffentlichung von Christian August Gottlob Eberhard genannt. Einer der ersten Wanderführer, der Gäste zur Bastei führte, war Carl Heinrich Nicolai, der 1801 schrieb: Welche hohe Empfindungen gießt das in die Seele! Lange steht man, ohne mit sich fertig zu werden (…) schwer reißt man sich von dieser Stelle fort.

Anfangs war die Bastei nur von Wehlen und Lohmen vergleichsweise gut erreichbar. Über den Malerweg erreichten zahlreiche Künstler die Bastei. Caspar David Friedrich malte nach Basteimotiven sein bekanntes Bild Felsenpartie im Elbsandsteingebirge. Auch Ludwig Richter zeichnete an der Bastei. Von Rathen aus war der Zugang schwieriger, seit 1814 führte eine Treppe mit 487 Stufen von hier aus dem Wehlgrund über die „Vogeltelle“ auf den Fels.

Zu Pfingsten 1812 begann der Lohmener Fleischer Pietzsch mit der ersten gastronomischen Versorgung der Basteibesucher. In zwei Rindenhütten wurde Brot, Butter, Bier, Branntwein, Kaffee und Milch angeboten. Zwei Jahre später entstand unterhalb eines Felsüberhanges eine Küche sowie ein Keller, die Aussichtsplattform erhielt ein Geländer. Im Februar 1816 erhielt Pietzsch eine Schankkonzession, allerdings wurden die von ihm errichteten bescheidenen Bauten im September des gleichen Jahres bei einem Brand vernichtet. 1820 ging die Schankkonzession an den Rathener Erblehnrichter Schedlich über. Entscheidende Entwicklungsimpulse ergaben sich 1826. In diesem Jahr entstand nach Plänen von Gottlob Friedrich Thormeyer das erste feste Gaststättengebäude mit Übernachtungsmöglichkeiten. Die alten Rindenhütten dienten fortan als Nachtquartiere der Wanderführer. Unter der Namen „Basteibrücke“ entstand zudem eine erste hölzerne, über die tiefen Klüfte der „Marterdelle“ gebaute Brücke, welche die Bastei vom vorgelagerten Felsriff mit den Felsen „Steinschleuder“ und „Neurathener Felsentor“ verband. 1851 wurde diese Holzbrücke wegend des stetig steigenden Besucherverkehrs durch die noch heute bestehende sandsteinerne Brücke ersetzt. Sie hat eine Länge von 76,5 m und überspannt mit sieben Bögen eine 40 m tiefe Schlucht, die „Mardertelle“ genannt wird.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Bastei endgültig zum Hauptausflugsziel der Sächsischen Schweiz. Die bestehende Gaststätte wurde 1893/94 komplett umgebaut und erweitert. Zur Versorgung wurde eine Hochdruckwasserleitung (1895) und eine Fernsprechleitung (1897) verlegt. Um 1900 kamen Planungen zur Errichtung einer Bergbahn aus dem Elbtal auf die Bastei auf, die aber nicht umgesetzt wurden. Noch heute wird eine Schlucht südwestlich der Bastei als Eisenbahngründel bezeichnet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Basteistraße im Zuge der steigenden Motorisierung ausgebaut.

Nach 1945 nahm die Zahl der Gäste nochmals stark zu, vor allem an Wochenenden und Feiertagen entwickelte sich ein Massentourismus. Zwischen 1975 und 1979 wurde die bisherige Gaststätte durch einen umfangreichen Neubau, später noch durch ein Hotel ergänzt, ersetzt.

Tourismus

Die Bastei hat die höchsten Besucherzahlen aller Aussichtspunkte in der Sächsischen Schweiz. Neben der eigentlichen Aussicht finden sich noch weitere touristisch interessante Punkte. Am Jahrhundertturm, einem Felsgipfel an der Basteibrücke sind Gedenktafeln für die erste Erwähnung der Bastei in der Reiseliteratur (im Jahr 1797) sowie für Wilhelm Lebrecht Götzinger und Carl Heinrich Nicolai zu finden. Diese beiden zählen durch ihre Reisebeschreibungen und Werke zu den „Entdeckern“ der Sächsischen Schweiz als touristisches Ziel. Eine weitere Gedenktafel erinnert an den sächsischen Hoffotografen Hermann Krone, der auf der Basteibrücke im Jahr 1853 die ersten Landschaftsfotos in Deutschland schoss. Vom Ferdinandstein, einem Teil der Wehltürme, ist der berühmte Blick auf die Basteibrücke möglich. Ihn erreicht man über einen Abzweig auf dem Weg zur Basteibrücke. Eine weitere bekannte Formation in der Nähe der Bastei ist der Wartturm, von dem im Jahr 2000 ein großes Stück abgebrochen ist.

Von der Bastei erreicht man über die Basteibrücke zudem die Felsenburg Neurathen, die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Die Reste der Burg, etwa Balkenfalze und aus dem Fels gehauene Räume, eine Zisterne und aufgefundene Steinkugeln mittelalterlicher Steinschleudern bzw. Katapulte können auf einem eigenen Rundgang besichtigt werden. Eine rekonstruierte Steinschleuder wurde 1986 in der Felsenburg aufgestellt. Besichtigt werden können auch Funde der durchgeführten Ausgrabungen, vor allem Keramik. Schließlich führt der Aufstieg von Rathen auf die Bastei an einem Freilichtmuseum zur slawischen Besiedlung der Gegend und am Abzweig zur Felsenbühne Rathen vorbei.

Über die Bastei führt der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

Naturschutz

Schon um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert setzten sich Naturschützer für den Schutz der einmaligen Felslandschaft rund um die Bastei ein. Pläne zum Bau einer Bergbahn wurden so verhindert. Bereits 1938 wurde die Bastei dann als erstes Naturschutzgebiet im Elbsandsteingebirge ausgewiesen. Heute ist sie Bestandteil der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz, in der besonders strenge Schutzvorschriften gelten.

Literatur

  • Alfred Meiche: Historisch-Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna. Verlag Buchdruckerei von Baensch-Stiftung, Dresden 1927
  • Richard Vogel, Dieter Beeger: Gebiet Königstein - Sächsische Schweiz. Reihe Werte unserer Heimat Bd. 1, Akademie-Verlag, Berlin 1985
Kategorien:
Einen Kommentar posten
Tipps & Hinweise
Anordnen nach:
Juliette Rien
27. May 2015
Visit the monument which greatly inspired Caspar David Friedrich
Ana Gi
11. August 2014
Потрясающий парк Бастай, маст визит для посещения Саксонии. Высоты песчаных скал, почерневших от осадков! А в низине такая акустика, что там иногда дают инструментальные концерты...немцы умеют Жить...
Mehr Kommentare laden
foursquare.com
Lage
Karte
Anschrift

0.2 km von Basteistraße, 01847 Lohmen, Deutschland

Route berechnen
Öffnungszeiten
Mon-Sun 24 Hours
Referenzen

Bastei on Foursquare

Bastei (Fels) on Facebook

Hotels in der Nähe

Alle Hotels Alles sehen
Hotel Elbresidenz an der Therme Bad Schandau

ab $151

Elbresidenz Birkwitz

ab $101

Schloss Hotel Dresden Pillnitz

ab $122

Burg Hohnstein

ab $63

Hotel Erbgericht

ab $60

Parkhotel Neustadt

ab $102

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Alles sehen Alles sehen
Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Felsenbühne Rathen
Deutschland

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Amselfall
Deutschland

Der Amselfall ist ein Wasserfall in der Sächsischen Schweiz, etwa

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Festung Königstein
Deutschland

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa un

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Lichtenhainer Wasserfall
Deutschland

Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein Wasserfall, der sich durch den

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Kuhstall (Sächsische Schweiz)
Deutschland

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Nationalpark Sächsische Schweiz
Deutschland

Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist ein deutscher Nationalpark.

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Falkenstein (Sächsische Schweiz)
Deutschland

Der Falkenstein ist einer der beeindruckendsten, freistehenden Felsen

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Götzinger Höhe
Deutschland

Die Götzinger Höhe ist ein Aussichtspunkt mit Turm und Gaststätte in

Ähnliche Sehenswürdigkeiten

Alles sehen Alles sehen
Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Silbury Hill
Vereinigtes Königreich

Silbury Hill ist mit 30 m Höhe, 160 m Durchmesser und einem

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Santa María
Guatemala

Santa Maria ist ein 3772 m hoher aktiver Vulkan in Guatemala in der

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Volcán de Agua
Guatemala

Der Volcán de Agua (dt. „Wasservulkan“) ist ein seit Mitte des 16.

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Gilboa
Israel

Der Gilboa (Шаблон:HeS), auch Berge von Gilboa (Шабл

Zur Wunschliste hinzufügen
Ich war hier
Besuchte
Tajumulco
Guatemala

Der Tajumulco ist ein Stratovulkan und der höchste Berg in Guatemala

Alle ähnlichen Orten